Geldanlagetipps 2013: Nichts für Technokraten – nur für Macher

Zu Beginn des Jahres 2013 haben Geldanleger überall die gleichen Probleme: Niedrige Zinsen, die Krise der Eurozone und die Staatsverschuldung. Doch es winken weiterhin ordentliche Renditen für diejenigen, die den Mut haben, sich den Herausforderungen zu stellen.

Die Ausgangslage

Im Laufe des letzten Jahres waren die Prognosen für das globale Wachstum im Jahr 2013 weitestgehend stabil – mit 3 Prozent auf Basis der Kaufkraft und knapp 2,5 Prozent auf den tatsächlichen Währungen. Dies ähnelt den Voraussagen für 2012, jedoch wird die Divergenz wahrscheinlich ansteigen. Insgesamt wird das Wachstum in den Schwellenländern voraussichtlich weiterhin stark und in entwickelten Märkten schwach bleiben. In Europa erwarten die Nicht-Euro-Länder ein vernünftiges Wachstum, und der EU-Raum wird es anhaltend schwer haben, aber in den Volkswirtschaften der europäischen Peripherie wird sich die Spirale weiter nach unten drehen. Trotz des langsamen Wirtschaftswachstum in den Industrieländern können sich die großen transnationalen Unternehmen auf solide Zuwächse bei den Einnahmen und den Gewinnen freuen.

Vorsicht bei den Mega-Caps

Marktindizes auf der ganzen Welt werden von Unternehmen dominiert, die schon bessere Tage gesehen haben. Deren Aktien sind meist recht günstig und bieten verlockende Dividendenrenditen, die Unternehmen haben aber oft mit gravierenden strategischen Herausforderungen zu kämpfen. Einige werden gedeihen, andere werden es schaffen, sich zu verjüngen, aber die meisten werden wahrscheinlich weiter dahinsiechen. Es ist anzunehmen, dass sich die Aktien kleiner, mittlerer und kleinerer Large-Cap-Unternehmen sehr gut entwickeln werden. Legen Sie den Fokus auf nachhaltige Wachstumswerte, vor allem bei den zyklischen Werten, bei sich erholenden Werten mit gutem Rating und Small- und Mid-Cap-Aktien auf der ganzen Welt.

Rohstoffaktien sind auf dem Vormarsch

In den letzten Jahren haben die Aktienkurse eine Berg- und Abbau von RohstoffenTalfahrt hingelegt. Die besten Unternehmen haben ihre Produktion gesteigert, Kosten minimiert, neue Ressourcen zu vorteilhaften Konditionen gesichert, extravagante Akquisitionen oder Projekte vermieden, maßvoll Fremdkapital aufgenommen und die Anleger über Dividenden und Aktienrückkäufe an den Gewinnen beteiligt. Jene Unternehmen, deren Lernprozess nur langsam voranging, profitieren vom erstarkten Druck des Managements und der Gesellschafter. Sofern die Rohstoffpreise nicht stark fallen, können Unternehmen weiterhin erfolgreich sein. Rohstoffaktien, deren Unternehmen die Ausbringungsmenge erhöhen und gleichzeitig die Kosten unter Kontrolle halten, sollten weiterhin gedeihen. Das sogenannte „Stockpicking“ ist zum Schlüssel für erfolgreiche Investitionen in diesem Sektor geworden.

Schauen Sie in Schwellenländern nach Möglichkeiten

Die Aktienmärkte der Schwellenländer beginnen, sich nach fast zwei Jahren der Schwäche zu erholen. In Bezug auf globale Aktien sind sie – bei einem Kurs- Gewinn-Verhältnis von 14 Prozent und einem ähnlichen Gewinnwachstum – eher unterbewertet. Etwaige Beweise für eine bessere Umsetzung des Wirtschaftswachstums in Unternehmensgewinne wären sehr positiv. Allerdings ist bei vielen Aktien der Industrienationen ein wachsendes Engagement in Schwellenländern zu verzeichnen, vor allem im Verbraucher-Bereich, der in den aufstrebenden Märkten noch immer vernachlässigt wird. Viele von ihnen sind derzeit zwar teuer, sie sind auf lange Sicht aber durchaus attraktiv. Staatsanleihen aufstrebender Volkswirtschaften sind weiterhin ein Lichtblick auf dem internationalen Anleihemarkt.

Bringen Sie Ihr Geld zur Bank

Wer das Risiko an den Kapitalmärkten scheut, der ist nach wie vor mit einer sicheren Geldanlage in Form von Tagesgeld oder Festgeld gut beraten. Die besten Anbieter zahlen derzeit über 2,0 % Zinsen p.a. (genaue Infos unter http://www.swkbank.de/de/52/Fragen-zu-Ihrem-Festgeld)

Hände weg von Staatsanleihen der Industrieländer

Die Zinsen für Zehn-Jahres-Staatsanleihen Großbritanniens, Deutschlands und der Vereinigten Staaten werden höchstwahrscheinlich weit unter 2 Prozent und in Japan sogar unter 1 Prozent bleiben. Eine deutliche Inflation wird – außer in Japan – weiterhin allgegenwärtig sein und höchstens nur vorübergehend unter 2 Prozent fallen. Dies bedeutet, dass Staatsanleihen de facto zu negativen Renditen führen. Zwar werden die Renditen in Japan möglicherweise noch positiv sein, die Stärke des Yen der letzten Jahre wird jedoch kaum aufrecht zu erhalten sein, da die japanische Regierung beabsichtigt, das Wirtschaftswachstum durch eine Abwertung der Währung zu stimulieren.

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