Handelsstrategien im Vergleich

Im Handel mit internationalen Devisen, auch Forex Handel genannt, lassen sich auch mit einem geringen Kapitaleinsatz gute Gewinne erzielen. Händler setzen dabei auf unterschiedliche Handels-Strategien. Wir stellen nachfolgend die diskretionäre Strategie und den Forex Handel mit CFDs vor.

Diskretionäre Systeme

Am einfachsten lässt sich der Begriff „Diskretionärer Handel“ erläutern, wenn man sich zunächst das Gegenstück dieser Handelsstrategie anschaut. Gemeint ist der mechanische Handel, auch als Systemhandel bekannt. Während sich Systemhändler strikt an ihre festgelegten Regeln halten, treffen diskretionäre Händler häufig Handelsentscheidungen nach Gefühl. Ein Anhänger des Diskretionären Handels verlässt sich hauptsächlich auf seine Intuition und auf seine Erfahrung. Er beobachtet und analysiert z.B. das weltweite politische Geschehen und die internationalen wirtschaftlichen Entwicklungen. Auch Charts, Tabellen oder Statistiken zieht ein diskretionärer Händler für seine Entscheidungen über den Kauf oder den Verkauf bestimmter Positionen heran. Der Trader entscheidet aber nicht aufgrund des Chartverlaufes, sondern er hört immer auf sein Gefühl und er vertraut auf seine bisherigen Handelserfahrungen. Er trifft Einzelfallentscheidungen. Die meisten Systeme, die auf Fundamentalanalyse basieren, sind diskretionär.

Aus dieser Definition des diskretionären Handels erkennt man, dass diese Handelsstrategie vor allem für erfahrene Händler geeignet ist. Ein Vorteil des diskretionären Handels liegt in der Flexibilität, ein wichtiger Nachteil besteht in der fehlenden Möglichkeit, Tradingverhalten zu duplizieren. Eventuelle Trading-Erfolge lassen sich also nicht so leicht reproduzieren.

CFD Forex Handel

CFD ist die Abkürzung für Contract for Difference, übersetzt als Differenzkontrakt bekannt. Mit einem Differenzkontrakt wettet ein Anleger darauf, ob sich der Verkaufskurs eines Basiswertes im Vergleich zu dem Ankaufskurs verbessert oder verschlechtert. Als Basiswerte für den CFD Handel können neben Wertpapieren, Rohstoffen und Edelmetallen auch Devisen dienen.  Dabei erwerben sie nicht den Basiswert, sondern sie partizipieren nur von seinem Kursverlauf. Gewinne können sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Devisenkursen erzielt werden. Wie beim Forex Handel ist auch im CFD Forex Handel der Einsatz eines Hebels möglich. Durch den Hebel kann der Händler mit einem geringen Kapitaleinsatz einen höheren Gewinn erzielen. Verlaufen jedoch die Devisenkurse anders als von dem Investor erwartet, kann er nicht nur sein Handelskapital verlieren, sondern er kann von dem Broker auch aufgefordert werden, Geld nachzuschießen, z.B. wenn bei Overnight-Positionen ein unerwartetes Ereignis eingetreten ist. Aus der jüngeren Vergangenheit war die Katastrophe von Fukushima ein Beispiel bei dem es in der Folge zu großen Kursrutschen des Nikkei und anderer Börsen weltweit kam. Durch die Nachschusspflicht stellt das Forex CFD Trading ein noch größeres Risiko dar, als der normale Handel mit internationalen Devisen. Gleichzeitig muss ein Trader, der am CFD Forex Handel teilnimmt, ebenfalls über eine große Handelserfahrung verfügen und auch er muss abschätzen können, welche weltpolitischen Veränderungen einen Einfluss auf die internationalen Währungskurse haben.

Wichtig: Für den Anleger gilt grundsätzlich, dass mit verschiedenen Strategien auf dem Forex Markt hohe Gewinne eingefahren werden können; auf der anderen Seite muss der Trader jedoch ebenso mit finanziellen Einbußen rechnen.

Mehr Informationen und Zugang zum CFD Trading finden Sie auf www.etxcapital.de.

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Ein Kommentar zu “Handelsstrategien im Vergleich”

  1. Martin Hark sagt:

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel! Ich beschäftige mich gerade mit der Charttechnik. Die Charttechnik ist der Grundbaustein der technischen Analyse. Im Gegensatz zur fundamentalen Analyse wird anhand der Charttechnik nur die Vergangenheit betrachtet. Im Endeffekt sollte diese Rückschlüsse / Hinweise über die zukünftige Entwicklungen liefern. Es gibt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Charttypen und –techniken. Die klassische Charttechnik, die Point- Figure Technik, die Candlestick Technik sowie die Elliott Wellen Theorie sind hierbei die bekanntesten. Je nach Tradingstrategie bzw. –absicht können einzelne Trader unterschiedliche Strategien bevorzugen bzw. anwenden. Die Charttechnik stellt hierbei sicherlich ein bedeutendes Tradinginstrument /-unterstützung dar. Jedoch muss man sich im Klaren sein, dass man die Zukunft nie von der Vergangenheit ableiten kann. Spekuliert man nur kurzfristig (Daytrading) kann man sicherlich anhand der Charttechnik agieren. Langfristig wird die Charttechnik meist noch mit fundamentalen Daten kombiniert. Wie man hierbei erkennt, kann man lediglich aufgrund der Charttechnik handeln oder diese als sinnvolle Unterstützung beim Trading einsetzten.