Brokerjet Kunden: Angebote der Wettbewerber im Vergleich

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe – Anfang der Woche gab die Konzernmutter Erste Bank bekannt, dass sie die Direktbanktochter Brokerjet schließen wird. Die Abwicklung erfolgt zum 30. November 2015.

Als Grund gibt die Erste Bank an, dass teure Investitionen in die IT-Infrastruktur notwendig würden. Diese würden sich bei dem derzeitigen Geschäftsvolumen nicht lohnen. Die Bank besitzt ca. 40.000 Kunden und wickelte zuletzt 600.000 Trades pro Jahr ab.

Wettbewerber locken mit Angeboten

Des einen Leid ist des anderen Freud. Die Wettbewerber von brokerjet buhlen nun um den Kundenbestand. Wir haben uns die Angebote der Broker einmal näher angeschaut:

Direktanlage.at:
Update: 20.07.2015: Heisst jetzt „Hello Bank“ by BNP Paribas

  • Depotgebühr: 0,10% p.a. (zzgl. USt.)
  • Kontoführungsgebühr 4,50 € pro Quartal
  • Ordergebühr Börse Wien: 5,45 € zzgl. 0,195% vom Ordervolumen
  • Ordergebühr Deutschland (Xetra): 7,95 € zzgl. 0,195% zzgl. Auslandspesen 0,04%* (jeweils vom Ordervolumen )
  • * Auslandsspesen mindestens 2,70 € und maximal 20,00 €
  • KeSt wird automatisch abgeführt

Aktion: „Hello Bank“ erstattet Übertragungsspesen bis zu 200 €. Außerdem Willkommens-Bonus von 50 € (Bedingung: mind. 5.000 Euro Depotwert durch Aufbau eines Wertpapierdepots oder durch Wertpapierübertrag oder 5 Transaktionen innerhalb der ersten 3 Monate nach Depoteröffnung). Nur 2,95 Euro Kauf- bzw. Verkaufsspesen für 6 Monate ab Depoteröffnung.
>> zu direktanlage.at

Easybank:

  • Depotgebühr: 0,025% p.Quartal (zzgl. USt)
  • Kontogebühr: 1,25 € pro Monat
  • Ordergebühr Börse Wien: 0,20 % vom Ordervolumen (mindestens 14 Euro)
  • Ordergebühr Deutschland (Xetra): 0,25% (mindestens 14 Euro)
  • KeSt wird automatisch abgeführt

Aktion: Easybank erstattet Übertragungsspesen bis zu 500 € (ab einem Mindestwert von 1.000 € pro übertragener Wertpapierposition).
>> zu easybank

Flatex.at:

  • Depotgebühr: keine
  • Kontogebühr: keine
  • Ordergebühr Börse Wien: 5 € *
  • Ordergebühr Deutschland (Xetra): 5 € *
  • * jeweils bis zu einem Ordervolumen von 3.500 €
  • KeSt wird automatisch abgeführt

Aktion: 100 € Barprämie, wenn bis zum 31.12.2015 mindestens 3 Transaktionen durchgeführt wurden. Es werden grundsätzlich keine Spesen für eingehende Wertpapierüberträge erhoben
>> zu Flatex.at

Bankdirekt:

  • Depotgebühr: 0,101 % p.a. (zzgl. USt)
  • Kontogebühr: 4,56 € pro Quartal
  • Ordergebühr Börse Wien: 9,95 € zzgl. 0,195 % vom Ordervolumen
  • Ordergebühr Deutschland (Xetra): 14,95 € zzgl. 0,195 vom Ordervolumen €
  • KeSt wird automatisch abgeführt

Aktion: Bankdirekt erstattet Übertragungsspesen von brokerjet-Kunden bis zu 500 € (ab einem Mindestwert von 1.000 € pro übertragener Wertpapierposition).
>> zu Bankdirekt

Weitere Broker
Interessant sind auch noch die Angebote von anderen im Ausland ansässigen Brokern (Degiro, Lynx, IG). Teilweise unterbieten diese die Konditionen der oben genanten Broker mit Sitz in Österreich noch. Der Nachteil liegt aber darin, dass diese nicht automatisch die KeSt abführen und dies dann am Jahresende selbständig gegenüber dem Finanzamt nachgewiesen und abgerechnet werden muss.

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Ein Kommentar zu “Brokerjet Kunden: Angebote der Wettbewerber im Vergleich”

  1. […] Um die fast 40.000 Kunden bemühen sich daher sämtliche österreichischen Mitbewerber sowie einige Auslandsbanken. In Österreich ist es üblich, dass Spesen für Depotüberträge anfallen. Die Aktionen der Wettbewerber zielen auf den Erlass dieser Gebühren. Eine gute Übersicht findet man bei GKNW.at. […]