Ausländische Institute mit attraktiven Tagesgeldkonditionen in Österreich

Entgegen dem Trend sind die Angebote im österreichischen Tagesgeldmarkt zuletzt etwas gestiegen. Ein Grund dafür sind neue ausländische Anbieter die um österreichische Kundschaft buhlen. Wir stellen die Angebote im Detail vor.

Obwohl die europäische Zentralbank weiterhin an ihrer Niedrigzinspolitik festhält und hier auch kein rasches Ende in Sicht ist, sind die Zinsen im österreichischen Tagesgeldmarkt zuletzt gegen den Trend gestiegen. Die besten Angebote kommen durchweg von ausländischen Instituten, die über ausländische Töchter Geld am hiesigen Kapitalmarkt einsammeln möchten. Spitzenposition nimmt dabei derzeit das Angebot der Santander Consumer Bank ein. Die österreichische Niederlassung der in Spanien beheimaten Bank zahlt heuer bis zu 1,40% p.a. für Online-Tagesgeld mit täglicher Verfügbarkeit. Neben dem Zinssatz überzeugt das Angebot außerdem mit einer monatlichen Zinsgutschrift. Dadurch können schnellere Zinseszinseffekte eintreten. Bei anderen Banken ist die quartalsweise Gutschrift üblich. Eine Mindesteinlage gibt es nicht, der maximal mögliche Anlagebetrag liegt bei 1.000.000 € pro Person. Allerdings sind die Einlagen über die österreichische Einlagensicherung nur bis zu einem Betrag von 100.000 € pro Person abgesichert. Das sollte man im Hinterkopf behalten, auch wenn der Zinssatz sehr attraktiv ist.

Das im Vergleich zweitbeste Angebot kommt von der österreichischen Tochter der türkischen Deniz Bank. Die Deniz Bank gehört zur russischen Sberbank Gruppe. Diese zahlt Tagesgeldanlegern heuer immerhin noch 1,15% p.a. Zu beachten ist, dass beide Institute keine Zinsgarantie geben. D.h. der Zinssatz ist variabel und kann bereits kurz nach der Geldanlage nach unten angepasst werden.

Mit einigem Abstand folgen Angebote von heimischen Instituten. 1,02 % p.a. erhalten Anleger etwa bei der Online-Tochter der Hypo Landesbank Vorarlberg (hypodirekt.at). Der Zinssatz setzt sich allerdings zusammen aus einem von Euribor abgeleiteten Zinssatz (derzeit 0,29 %) und einem freiwilligen Bonus in Höhe von 0,73%. Letzterer ist immerhin für 3 Monate fix vereinbart.

1,00 % p.a. zahlt das Bankhaus Denzel AG aus Wien. Der Schwerpunkt der österreichischen Privatbank liegt eigentlich in der Autofinanzierung. Derzeit bietet sie jedoch unter dem Label Denzelb@nk auch attraktive Sparangebote an.

Genau den gleichen Zinssatz zahlt die Porsche Bank, die als Teil der Porsche Holding aus Salzburg einige renomierte Marken des deutschen VW-Konzern vertritt. Die Mindesteinlage bei dem Produkt „Direktsparen Flexibel“ beträgt 1.000 € und die maximale Einlage beträgt 1 Mio € pro Kunde.

 ZinssatzZinsgarantieEinlagensicherungweitere Infos
Santander Consumer Bank1,40 % p.a.keine100.000 €www.santanderconsumer.at
Deniz Bank1,15 % p.a.keine100.000 €www.kleinezeitung.at
hypodirekt.at1,02 % p.a.3 Monate100.000 €www.biallo.at
Denzelb@nk1,00 % p.a.keine100.000 €www.denzelbank.at
Porsche Bank1,00 % p.a.keine100.000 €n.a.
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